An einem Sommerabend 2015 ...

... hatte ich am Frankfurter Bahnhof noch eine halbe Stunde, bevor mein Zug nach Hause fuhr.  Hell und freundlich die Bahnhofsbuchhandlung, eine tapfere Insel der Kultur in einer lauten, hektischen Ungebung. Die Dame an der Kasse lächelte mich an, dabei hatte ich noch gar nichts ausgesucht. Gut sortiert die Regale, ein riesiges Angebot, das durchstöbert werden wollte. "Zentangle" hieß die Zeitschrift, in der Anya Lothrop die Zeichenmethode aus USA erklärte.

Gezeichnet hatte ich schon immer gern, aber wozu Kirschen zeichnen, wenn man sie auch essen kann?
Wozu Katzen zeichnen, wenn man lieber mit ihnen spielt (und die Katzen das auch viel besser finden)?

Kurz darauf erstand ich einenTuschestift, Bleistift und Papier waren noch im Haus, und legte los.

Was man zeichnet ist nicht nichts, aber  auch nicht etwas. Man zeichnet.

Zum Schluss vergebe ich einen Titel. Vielleicht ist es das Thema, an das ich beim Zeichnen gedacht habe, vielleicht auch nicht.






Seitdem zeichne ich, wenn ich entspannen möchte.
Danach geht die Textarbeit mit neuer Energie weiter. An meinen Texten, an Ihren Texten.

Oder ich spiele mit den Katzen.